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Naturfotografie in Ungarn

  1. Lage und Anreise
  2. Rund um den Kiskunsági NP
  3. Fotografische Möglichkeiten
  4. Die Ausrüstung
  5. Allgemeine Reisetipps
  6. Fazit

Lage und Anreise

Im Frühjahr 2011 zog es mich für ein paar Tage zum Fotografieren nach Ungarn. Ich kann hier allerdings nur sehr allgemein über die fotografischen Möglichkeiten in Ungarn berichten, da ich nur einen kleinen Teil von Ungarn gesehen habe und es sich bei meiner Reise natürlich nur um eine Momentaufnahme handeln konnte.

Übersicht Nationalparks in Ungarn

Zur besseren Orientierung habe ich links eine Übersichtskarte beigefügt (für mehr Details bitte links auf die Karte klicken). Auch wenn Ungarn über sehr viele Nationalparks verfügt, so stößt man bei der Suche nach geeigneten Fotoplätzen sehr häufig auf zwei Nationalparks. Einer von den beiden Nationalparks ist der Kiskunsági und der andere ist der Hortobagy Nationalpark. Während der Kiskunsági NP ca. 100km südlich von Budapest liegt, so erreicht man den Hortobagy NP ca. 180km östlich von Budapest.
Da ich den Hortobagy NP bis jetzt noch nicht kennen gelernt habe, bezieht sich mein Bericht allein rund um den Kiskunsági NP.
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Rund um den Kiskunsági Nationalpark

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Der Kiskunsági Nationalpark, oder auch Kiskunsag Nationalpark genannt, besteht im Grunde genommen aus mehreren kleinen Nationalparks, die nicht direkt mit einander verbunden sind (siehe Karte). Da allerdings die Nationalparks in Ungarn sehr stark reglementiert sind, man darf z.B. kein Tarnzelt aufbauen und auch die Hauptwege nicht verlassen, bieten die Gebiete rund um die einzelnen Parks bessere Möglichkeiten. Letztendlich unterscheiden die Tiere nicht zwischen Parkgrenzen und so findet man auch genügend Fotomotive an den Grenzen der einzelnen Parks. Wenn man eine passende Feuchtwiese gefunden hat, reicht häufig ein freundliches Zunicken zusammen mit einem Fingerzeig auf die Fotoausrüstung, um sich eine Erlaubnis zum Fotografieren vom Besitzer der Wiese abzuholen.
Besonders Silberreiher sind häufig auf den Feuchtwiesen anzutreffen. Das Foto des Silberreihers entstand direkt in der Wiese und profitiert so von dem niedrigen Standpunkt.
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Fotografische Möglichkeiten

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Man hört öfters, dass Ungarn in seinem dünn besiedelten Land viel Natur bietet und so Tiere hier besonders gute Lebensbedingungen vorfinden. Vom Prinzip her stimmt dies zwar, aber auch in diesem Land gilt, wenn man die speziellen Biotope nicht sucht und findet, dann wird man in Ungarn nicht erfolgreich Tierfotografie betreiben können. Wenn man sich die Fluchtdistanzen der Vögel betrachtet, so empfand ich die sogar als größer, als z.B. am Neusiedler See im Nachbarland Österreich. Dennoch ist es schon ein tolles Erlebnis, wenn man in der freien Natur aus der einen Richtung einen Pirol hört, aus der andern Richtung den charakteristischen Ruf des Wiedehopfs und über einem drüber fliegen Bienenfresser. All das kann man in Ungarn an mehreren Stellen erleben. Aber einen Vogel zu sehen und ihn auch entsprechend gut zu fotografieren, sind ja bekanntermaßen zwei verschieden Dinge. So konnte ich zwar öfters Blauracken entdecken, aber die saßen leider meistens in ziemlicher Höhe auf den Hochspannungsleitungen. Allerdings hatte ich hier bei der Rohrdommel auch mal Glück. Die Rohrdommeln stehen bei uns auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. Da die Rohrdommeln ein Leben im verborgenen Röhricht führen und eher nachtaktiv sind, ist eine Begegnung nur sehr selten.
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Ausrüstung

Aufgrund der bereits erwähnten Fluchtdistanzen gilt, je mehr Brennweite desto besser. Ein Teleobjektiv mit 500-600mm Brennweite, welches man bei Bedarf noch mit einem Konverter erweitern kann, würde ich für die Wildlife-Fotografie in Ungarn empfehlen. Da man das eine, oder andere Foto aus dem Auto machen wird sollte ein Autoscheibenstativ oder ein Beanbag nicht fehlen. Desweiteren empfehle ich ein Tarnzelt und Tarnnetze mitzunehmen, da es außerhalb der Nationalparks sicherlich gute Gelegenheit für die Verwendung gibt. Während meines Aufenthalts bin ich zwar kaum zur Landschaftsfotografie gekommen, dennoch kann es sich lohnen hierfür kleiner Brennweite einzupacken.
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Allgemeine Reisetipps

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Auch wenn ich mich bis jetzt bei meinen Reiseberichten auf dieser Website in der Regel auf das Thema der Naturfotografie beschränke, so möchte ich bei diesem Bericht eine kleine Ausnahme machen, da Ungarn als Reiseland bei vielen Leuten doch nicht so bekannt ist und weil man als Naturfotograf kaum in den klassischen Urlaubszentren, wie z.B. am Plattensee, eine Unterkunft suchen wird, wo die Infrastruktur doch eine andere ist als in ländlicheren Gegenden.
Da Ungarn zwar Mitgliedstaat der Europäischen Union ist, aber als Zahlungsmittel immer noch den Forint besitzt, stellt sich die Frage des Geldumtausches. Allgemein kann man sagen, dass der Umtausch von Euro in Forint in Ungarn günstiger ist. An den Grenzen gibt es Möglichkeiten des Geldumtausches. Hier kann man dann auch gleichzeitig die obligatorische Autobahnvignette erwerben. Ansonsten gibt es auch in kleineren Dörfern fast immer Geldautomaten, an denen man sich mit der EC-Karte ungarische Forint besorgen kann. Das Preisniveau in Ungarn ist insgesamt spürbar niedriger als bei uns in Deutschland. Einzig die Sprachbarrieren gilt es zu meistern, denn im ländlichen Bereich sprechen die Einheimischen in der Regel kein Englisch. Wenn man Glück hat trifft man auf ältere Bewohner, die ein wenig Deutsch sprechen, aber das ist wirklich die Ausnahme. Da die ungarische Sprache äußerst kompliziert ist und man so gut wie kein Wort ableiten kann, bleibt nur die Verständigung mit Händen und Füßen und vielleicht einem Wörterbuch.
Ansonsten ist die Infrastruktur rund um den Kiskunsági National Park recht gut ausgebaut. Es gibt ausreichend Unterkünfte, Tankstellen, Supermärkte und auch das Mobiltelefonnetz hat eine weite Verbreitung.
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Fazit

Ich bin weit davon entfernt mir für Ungarn ein abschließendes Urteil zu bilden. Dafür habe ich erst zu wenig von dem Land gesehen, aber als Zwischenfazit würde ich sagen, dass eine Reise für Naturfotografen durchaus lohnend ist, wenn man sich die Mühe macht sich die passenden Stellen zu suchen und dafür auch einen gewissen Zeitaufwand in Kauf nimmt. Für mich war es sicherlich nicht die letzte Reise in dieses Land....
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Stand: Juli 2011, (Verfasser: Olaf Jürgens)

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