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Naturfotografie im Elbsandsteingebirge

  1. Lage und Anreise
  2. Wandern entlang der Affensteinpromenade
  3. Die Schrammsteine
  4. Die Bastei
  5. Die Ausrüstung
  6. Fazit
  7. Download Elbsandsteingebirge

Lage und Anreise

Das 700 km² große Elbsandsteingebirge besteht aus dem deutschen Teil, welcher als "Sächsische Schweiz" bezeichnet wird und der "Böhmischen Schweiz", die wiederum in der Tschechischen Republik nördlich von Děčín liegt. In diesem Reisebericht geht es vorerst um die "Sächsische Schweiz", da ich den tschechischen Teil des Elbsandsteingebirges nur kurz bereist habe und dies in Zukunft noch ausführlicher nachholen möchte.

Übersicht Sächsische Schweiz
Die "Sächsische Schweiz" befindet sich im Bundesland Sachsen und ist etwa 40 km süd-östlich von der Stadt Dresden entfernt. Zur besseren Orientierung, bitte die linke Übersichtskarte anklicken. In der Karte habe ich den Bereich des Nationalparks der Sächsischen bzw. Böhmischen Schweiz hervorgehoben. Bei dem Elbsandsteingebirge handelt es sich um ein stark zerklüftetes Mittelgebirge welches sich beidseitig der Elbe erstreckt. Der große Zschirnstein ist mit seinen ca. 560 m der höchste Berg in der Sächsischen Schweiz. Um möglichst nah den Fotozielen der Sächsischen Schweiz zu sein, empfiehlt es sich eine Unterkunft zu suchen, die sich in der Kernzone des Nationalparks befindet. So bieten sich die kleinen Orte östlich der Elbe sehr gut an, wie zum Beispiel Porschdorf (ca. 400 Einwohner), Bad Schandau (ca. 3.500 Einwohner) oder der etwas größeren Stadt Sebnitz (ca. 10.000 Einwohner).
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Wandern entlang der Affensteinpromenade

Affensteinpromenade
Es gibt viele Wanderwege die in diversen Wanderführern beschrieben sind und ich habe mir für mein Vorhaben eine spezielle Wanderung entlang der Schrammsteine und Affensteine herausgesucht, da der Weg an vielen Highlights des Elbsandsteingebirges vorbei führt. Die Wanderung geht insgesammt über 22 km und man müsste für diese Strecke schon bei einer normalen Wandertour über 5 Stunden dafür einkalkulieren. Für ein intensive Fototour ist diese Wanderung natürlich viel zu lang und so empfehle ich die Strecke auf keinen Fall an einem Tag bewerkstelligen zu wollen. Man kann sich die Tour sehr schön aufteilen, da es entlang der Strecke auch mehrere Parkmöglichkeiten gibt. Wer zunächst zur Schrammsteinaussicht möchte, dem empfehle ich den Parkplatz an der Straße "Zahnsgrund", der sich oberhalb der Gaststätte "Schrammsteinbaude" befindet. Wer zunächst die Ecke um die Affensteine und den Carolafelsen erkunden möchte, dem empfehle ich den Parkplatz "Beuthenfall", der sich in der Nähe der Haltestelle der Kirnitzschtalbahn befindet. Wer anschließend noch Zeit und Puste hat, der kann noch einen Abstecher zum großen Winterberg machen.
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Die Schrammsteine

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Die Felsgruppe der Schrammsteine sind für mich in jedem Fall eines der Highlights des Elbsandsteingebirges und ein Besuch lohnt sich insbesondere bei schönen Lichtverhältnissen oder wenn sich der Nebel im Tal gebildet hat. Der Wanderweg zu der Schrammsteinaussicht ist gut ausgeschildert und sollte leicht zu finden sein. Obwohl der Weg dorthin nicht sonderlich anspruchsvoll ist, sollte eine gewisse körperliche Kondition vorhanden sein, da der Aufstieg zu der Schrammsteinaussicht am Ende mit vielen Treppenstufen und einer kleinen Leiter verbunden ist. Von der Aussicht bekommt man nicht nur einen Blick auf die Schrammsteine, sondern gleichzeitigt auch auf den Falkenstein. Der ca. einhundert Meter hohe und freistehende Felsen, dient als Kletterfelsen für geübte Kletterer.
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Die Bastei

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Die Bastei ist vermutlich die bekannteste Sehenswürdigkeit der Sächsischen Schweiz, denn nirgendwo erreicht man, mit vergleichbar geringer Anstrengung, einen so sensationellen Ausblick über die Sächsische Schweiz wie von der Aussichtsplattform dieser Felsformation. Wer die Bastei etwas ruhiger genießen möchte, der sollte einen Besuch unbedingt außerhalb der Stoßzeiten (zwischen 9.00 Uhr - 17.00 Uhr) anstreben und möglichst Wochenenden meiden. In den Hauptverkehrszeiten hat man es mit Busladungen von Touristen zu tun und auf der Basteibrücke, eine reine Fußgängerbrücke, geht es zu wie auf der Kölner Domplatte. Da das Fotolicht in den fühen Morgenstunden bzw. Abendstunden ohnehin am besten ist, profitiert man von einem weiteren Vorteil, denn zu diesen Zeiten gibt es in der Regel Parkmöglichkeiten auf dem obenliegenden Parkplatz und spart sich damit den weiter unten liegenden, etwa 3 km entfernten Parkplatz, der mit einem Shuttle Service zur Bastei angebunden ist. Auf dem Gelände der Bastei kann man die Felsburg besuchen (Eintritt: 2 Euro /Stand September 2017) sofern man nicht außerhalb der Öffnungszeiten Vorort ist. Neben den Ausgrabungen und Rekonstruktionen die es dort zu besichtigen gibt, hat man einen sehr schönen Ausblick und damit interessante Fotoperspektive die sich in der Felsburg ergeben (siehe auch Karte).
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Wandern im Nationalpark

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Das Wandern in dem Nationalpark der Sächsischen bzw. Böhmischen Schweiz kann schon etwas fordernd sein, besonders wenn man ca. 10 kg Fotogepäck nebst Stativ dabei hat. Auch wenn der höchste Berg in der Sächsischen Schweiz nur auf eine Höhe von 560 m kommt, so sind die Höhenmeter häufig über eine kurze Strecke zurück zu legen und dies bedeutet dann meist einen steilen Aufstieg, wenn man hoch hinaus möchte. Steile Treppen, enge Schluchten und auch mal eine freistehende, 8 m hohe Leiter, die bei der Erklimmung des Wintersteins bewältigt werden muss, sind keine Seltenheit: Klick hier. Natürlich benötigt man keine hochalpin Ausbildung um die Wanderwege und besonders die Aufstiege des Elbsandsteingebirge zu schaffen. Allerdings sollte man bei Nässe und Glätte schon sehr vorsichtig sein und auch nur mit gutem Schuwerk unterwegs sein, denn die Leitern und Treppen können dann ganz schön glatt sein. Die Wanderwege sind ansonsten sehr gut markiert und man könnte sich sogar ohne Karte gut zurecht finden.
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Ausrüstung

Für die Landschaftsfotografie im Elbsandsteingebirge sollte man mit Brennweiten zwischen 14mm bis 200mm planen. Auf ein Stativ würde ich in keinem Fall verzichten wollen. Zum einen hilft ein Stativ bei der Bildgestaltung und zum anderen sorgen interessante Lichtverhältnisse für lange Verschlusszeiten. Dann sollte ein Filtersatz unterschiedlicher Verlaufsfilter nicht fehlen und auch ein Polfilter ist bei vielen Motiven sinnvoll. Neben der Fotoausrüstung sollte die Kleidung auch entsprechend ausgelegt werden. Daher sind feste Wanderschuhe mit entsprechendem Knöchelschutz in jedem Fall empfehlenswert! Die Kleidung sollte jahreszeitbedingt angepasst sein und regenfest ausgelegt sein, da mit einem Regenschauer im Gebirge immer zu rechnen ist.

Fazit

Bis jetzt habe ich das Elbsandsteingebirge nur im Herbst besucht, allerdings bin ich sicher, dass die Gegend zu jeder Jahreszeit ihren Reiz hat. Ein Abstecher auf die tschechische Seite in die böhmische Schweiz kann ich ebenso empfehlen und wer von der vielen Natur eine kurze Ausszeit braucht, der findet im ca. 50km entfernten Dresden entsprechend Abwechslung.
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Stand: Dezember 2018, (Verfasser: Olaf Jürgens)

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